Diese Seite ist eine Liebeserklärung an meine Frau, Lebensgefährtin und Geliebte. Sie wurde am 13.12.1935 geboren und starb nach 16-jähriger Lähmung am 24.3.2000.     

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Nikolausabend. Wir Großeltern und unsere Kinder sitzen um den Tisch herum, die Enkelkinder vor dem Tisch auf dem Teppich. Im Abstand von knapp einem Meter steht vor ihnen ein Stuhl, auf den der Nikolaus sich setzten soll.

Es schellt. Der Nikolaus kommt. Er begrüßt  alle mit Kopfnicken und Worten. Er setzt sich und erzählt ein wenig aus seinem Leben. Dann nimmt er sein goldenes Buch und ruft die Kinder auf. Der Älteste hört fast nur Lobenswertes.  Er nimmt seine Tüte und ein Geschenk in Empfang.

Dann ruft der Nikolaus den nächsten mit Namen auf. Stille. Alle warten, dass der Gerufene aufsteht. Der Nikolaus sagt noch mal den Namen. "Wo bist du denn?"

Plötzlich regt sich etwas unter dem Tisch. Der dreijährige Bube krabbelt unter dem Tisch hervor und ruft mit fester und lauter Stimme: " Da isser Ich!"

 

 

Es ist Weihnachten. Unsere Kinder sind so etwa 5 bis 8 Jahre. Meine Frau hat in diesem Jahr jedes kleine Geschenk in buntes Papier gepackt, so dass jeder eine Menge auszupacken hat.

Bescherung. Wir singen vor der Krippe ein paar Lieder. Die Kinder fiebern schon vor Aufregung. Dann geht es ans Geschenke-Auspacken. Unsere Jüngste packt aus und packt aus, das Auspacken scheint wichtiger und aufregender zu sein als zu sehen, was sie bekommen hat.

Auf einmal ruft sie: "Und was hab ich noch bekommen?" Aber schnell ist geklärt, sie hat noch gar nicht alles ausgepackt. Sie hatte ihre Geschenke mit Geschenkpapier zugedeckt.

Und schon hört man wieder: "Und was noch?" Und nach dem Auspacken ruft sie wieder: "Und was noch?" Und so geht es fort. Kaum ist das Geschenk ausgepackt da ruft sie wieder: "Und was noch?" "Was noch?" "Was noch?" Und ist todunglücklich, dass es auf einmal nichts mehr auszupacken gibt.

Schließlich entschließen wir uns, ihre Geschenke wieder einzupacken und noch mal Bescherung für sie zu spielen!

 

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